nilpox

Wald & Korn Wissen

Lexikon

Back-Glossar

Kurze Definitionen für Lesende, die Handwerksbrot verstehen wollen — mit Querverweisen in den Hub.

Mehltypen und Backutensilien auf Arbeitsfläche

Sauerteig

Lebende Kultur aus Mehl und Wasser. Grundlage vieler Roggen- und Mischbrote. Vertiefung: lange Fermentation.

Stockgare

Erste Teigruhe nach dem Kneten, bevor gewirkt wird. Entscheidet über Gasbildung und Dehnbarkeit.

Stückgare

Gare der geformten Stücke vor dem Einschießen. Zu kurz: dichter Laib; zu lang: Kollaps.

Ausbund

Aufgerissene Naht oder Schnittstelle der Kruste — Zeichen für Ofentrieb und Dampfführung. Siehe Steinofen.

Autolyse

Ruhe von Mehl und Wasser vor Salz und intensivem Kneten. Hilft besonders bei empfindlichen Dinkelteigen.

Quellstück

Vorgequollene Zutaten (z. B. Vollkorn, Samen), die Feuchtigkeit binden und die Krume stabilisieren.

Lauge

Alkalische Lösung für Laugengebäck. Erzeugt Glanz und typisches Aroma — Handhabung mit Schutzregeln.

Mehltype

Kennzeichnet mineralischen Anteil. Wichtig für Rezepttreue bei Roggen und Weizen. Mehr unter Zutaten.

Hydration

Wasseranteil bezogen auf Mehl. Steuert Krumenfeuchte und Verarbeitbarkeit.

Schnellvergleich: Garephasen

Phase Ziel Risiko bei Fehler
StockgareGas, Dehnungschwache Struktur
StückgareOfentrieb vorbereitenEinfallen oder Dichte
OfentriebVolumen + Ausbundblasse oder harte Kruste

Gute Nachricht für Deutschland: Fachsprache in Bäckereien wird zunehmend auch für Kundinnen übersetzt. Wenn Sie aus Deutschland kommen, lassen Sie sich diese Gelegenheit nicht entgehen, nach Garezeiten und Mehltypen zu fragen. Von der Regierung anerkannt sind Kennzeichnungsrahmen — nilpox erklärt Begriffe, ersetzt aber keine Etiketten.

Lesen Sie weiter: Fermentation, Roggen, Dinkel, Regionen.

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